Die Plitvicer Seen liegen inmitten einer bewaldeten Gebirgslandschaft und zählen zu den schönsten Gebieten in Europa. Schon 1949 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und seit 1978 stehen die Plitvicer Seen unter dem Schutz von UNESCO als Weltnaturerbe. Sechzehn grössere und kleinere Seen mit kristallklarem blaugrünem Wasser sind durch rauschende Wasserfälle miteinander verbunden. Das Wasser fliesst ihnen aus zahlreichen Flüssen und Bächen zu. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Wasser dieser Seen Felsen und Gestein ausgehöhlt und zersetzt.
Durch die Ablagerung von Calciumcarbonat aus dem Wasser, besonders an einigen Algensorten und Moos, entsteht schon Jahrtausende lang, vor allem an natürlichen Barrieren, eine Art von porösem Gestein, Rauhwacken oder TRAVERTIN genannt.
In Folge der ständigen Ablagerung dieses Materials wachsen die Trennwände, die Barrieren zwischen den Wasserfällen, die Dämme, Kanäle und Kaskaden. Diese Ablagerungen versteinern aber auch abgestorbene Baumstämme und Steine auf dem Seegrund, wie auch das Seeufer, welche dem Wasser eine funkelnde Pracht verleiht. Durch seine Kraft zerstört das Wasser aber zugleich einzelne Travertin-Barrieren, so dass der gesamte Prozess der Travertin- und Seebildung sehr dynamisch ist. Es handelt sich hierbei um einen biodynamischen Prozess, der eine Attraktion ersten Ranges darstellt und zu einem interessanten Forschungsgegenstand geworden ist. Dieser Prozess des natürlichen Ausbaus, moglich nur in vollig erhaltener Umgebung, dauert auch heute noch an. Ausser den Seen gibt es hier auch mehrere Grotten, auch wurden Funde aus prähistorischer Zeit freigelegt. Der Nationalpark erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 29.482 Hektar, davon sind 22.308 ha Waldflächen, 217 ha Wasser und 6.957 ha Wiesen, auf denen auch Siedlungen vorzufinden sind. Der Hochwald nimmt hier stellenweise Urwaldformen an. Diesem Naturreichtum entspricht auch die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt. Neben einer Vielzahl von Kleinwild gibt es im Nationalpark auch Rehe, Bären, Wölfe, Wildschweine und Wildkatzen und in den Gewässern hervorragende Forellen. Jagen, Angeln und Baden sind an den Seen nicht gestattet. Den attraktivsten Teil des Nationalparks, die Oberen und die Unteren Seen, erreicht man durch zwei Eingänge. Auf den Panoramkarten sind diese Eingänge mit den Zahlen 1 und 2 gekennzeichnet. Auf den grossen Informationstafeln, die an beiden Eingängen angebracht sind, bekommen Sie wichtige Auskünfte (z.B. angegeben sind Pfade, Aussichtspunkte, Parkplätze, Gaststätten und Hotels, Postamt, Bushaltestelle, Polizeidienststelle, Arztpraxis u.a.). Auf der Eintrittskarte, die der Besucher an einem der Eingänge löst, sind zudem die wichtigsten Gehwege eingezeichnet. Alle anderen Informationen, ob über Unterkünfte und Verpflegung, oder Ausflüge in die Umgebung, Verkehrsverbindungen zur Adriaküste oder anderen Teilen Kroatiens und Verkehrsbedingungen erteilen Ihnen gern die Angestellten des Nationalparks.
mehr darüber
www.np-plitvicka-jezera.hr ›
http://en.wikipedia.org/wiki/Plitvice_Lakes ›
http://www.pbs.org/wnet/nature/fallinglakes/index.html ›